Wer eine längere Teneriffa-Rundreise plant, sollte unbedingt genügend Zeit für die beeindruckenden Wanderungen der Insel einplanen. Teneriffa hat uns vor allem eines gezeigt: Die Insel ist ein Paradies für Wanderer… und Paraglider 🙂 Innerhalb einer Stunde wechselt die Landschaft von schroffen Küsten über schwarze Lavafelder bis hin zu spektakulären Berggipfeln. Genau diese landschaftliche Vielfalt macht einen Urlaub auf Teneriffa so besonders.
Während unserer Reise haben wir die Insel mit dem Mietwagen von drei Standorten aus erkundet. Für einen längeren Aufenthalt auf Teneriffa bietet es sich an, die Reise auf beispielsweise drei Hauptstandorte aufzuteilen. Wir waren Ende November 2025 für zwei Wochen dort: Die erste Woche haben wir im sonnigen Süden in Adeje verbracht, danach drei Nächte in Puerto de la Cruz und anschließend fünf Tage im landschaftlich schönen Bajamar.
Teneriffa Planung für 2 Wochen
Auch wenn man Teneriffa theoretisch innerhalb weniger Stunden von einer Seite zur anderen durchqueren kann, würden wir besonders beim ersten Besuch empfehlen, mehrere Ausgangsorte einzuplanen und dort jeweils ein paar Tage zu bleiben. Gerade wenn ihr auf Teneriffa wandern möchtet, macht das die Reise deutlich entspannter: Ihr spart euch lange Anfahrten, könnt eure Wanderungen direkt nach Region planen und erlebt gleichzeitig die ganze Vielfalt der Insel.

Highlights rund um Adeje (Süden)
- Teide-Nationalpark (Nationalpark/Vulkanlandschaft)
- Masca-Schlucht (Wanderung)
- Barranco del Infierno (Wanderung)
- Los Gigantes (Küstenort mit Steilklippen)
- Costa Adeje (Urlaubsort)
- La Caleta (Fischerdorf)
- Playa del Duque (Strand)
Highlights rund um Puerto de la Cruz
- Orotava-Tal (Landschaftsregion)
- Botanischer Garten (Botanischer Garten)
- Lago Martiánez (Meerwasserbad)
- Altstadt von Puerto de la Cruz (Altstadt)
- Küstenwanderungen im Norden (Wandergebiet)
- Aussichtspunkt Mirador de Humboldt (Aussichtspunkt)
- Teide-Nationalpark (über die Nordroute) (Nationalpark/Vulkanlandschaft)

Highlights rund um Bajamar
- Anaga-Gebirge (Gebirge/Wandergebiet)
- Taganana (Bergdorf)
- Afur (Bergdorf/Wandergebiet)
- Chinamada (Höhlendorf)
- Playa de Benijo (Naturstrand)
- Punta del Hidalgo (Küstenort)
- Meeresschwimmbecken von Bajamar (Naturschwimmbecken)
Wo am besten starten?
Der Süden Teneriffas ist für viele oft die erste Wahl. Das Wetter ist dort meist stabil, und die Temperaturen sind auch im Winter angenehm. Wer morgens wandern und nachmittags am Meer entspannen möchte, findet hier den idealen Ausgangspunkt. Die meisten steigen in der Regel in Los Cristianos ab, da der Ort sehr groß und bekannt ist. Wir haben uns jedoch bewusst für Adeje als ersten Ausgangsort entschieden. Aus unserer Sicht hat Adeje einen schöneren Strand und viele Restaurants, wo man auch unter Einheimischen sitzen kann. Die Lage ist ideal, um sowohl den Teide-Nationalpark als auch die Masca-Schlucht, Aktivitäten in Los Gigantes oder die Küstenorte rund um La Caleta schnell zu erreichen. Gleichzeitig wirkt Adeje etwas ruhiger und hochwertiger als das lebhaftere Los Cristianos. Wer seinen Urlaub mit Wanderungen, Ausflügen und entspannten Abenden am Meer verbinden möchte, findet in Adeje die bessere Mischung. Wir sind aber tatsächlich auch einmal nach Los Cristianos gefahren, da war dort eine Kayak-Tour mit Delfinen und Schildkröten, die wir auch gesehen haben, gebucht.

Teide-Nationalpark – Wandern in einer anderen Welt
- Roques de García: Einer der schönsten Rundwege im Teide-Nationalpark. Die etwa 3,5 km lange Wanderung dauert rund 1 bis 1,5 Stunden und führt vorbei an den berühmten Felsformationen. Ideal auch für Einsteiger.
- Mirador de Samara: Eine leichte Wanderung über rund 5 km (ca. 1,5 bis 2 Stunden) durch eine faszinierende Vulkanlandschaft mit herrlichen Ausblicken auf den Teide, besonders schön zum Sonnenuntergang.
- Montaña Blanca bis zum Gipfelbereich des Teide: Anspruchsvolle Bergtour mit etwa 17 bis 18 km (hin und zurück) und rund 1.300 Höhenmetern. Je nach Kondition solltet ihr 6 bis 8 Stunden einplanen. Wer bis auf den Gipfel des Teide (3.715 m) aufsteigen möchte, benötigt zusätzlich eine kostenfreie Genehmigung für den letzten Abschnitt oder nutzt die Seilbahn.
Für die, die keine Wanderung machen möchten, würde der Ausflug nach Teide sich lohnen. Man kann auch mit kurzen Stops die Highlights wie Roques de García, Minas de San José, Portillo Alto und Mirador de El Corral del Niño zu sehen bekommen.

Masca-Schlucht – die spektakulärste Wanderung auf Teneriffa
Nur rund 45 Minuten von Adeje entfernt wartet eines der bekanntesten Wanderziele der Insel: die Masca-Schlucht. Für uns gehört sie zu den weiteren Highlights jeder Teneriffa Rundreise.
Die Wanderung beginnt im Bergdorf Masca und führt durch eine beeindruckende Schlucht mit bis zu 600 Meter hohen Felswänden bis zum Atlantik. Unterwegs erwarten euch unebene Natursteinstufen, Felsplatten, Geröllfelder und enge Passagen zwischen den steilen Felswänden. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind daher unbedingt erforderlich.
Nach dem Abstieg bringt euch ein Boot entlang der imposanten Steilküste nach Los Gigantes. Unser Tipp: Plant den Ausflug als ganzen Tag ein und verbringt anschließend noch etwas Zeit am schwarzen Sandstrand Playa de Los Guios oder in den Restaurants rund um den Hafen.
Da die Besucherzahl begrenzt ist, sollten Eintritt, Shuttlebus und Boot bereits einige Wochen vor der Reise gebucht werden.

Barranco del Infierno
Eine weitere schöne Wanderung im Süden ist die Barranco del Infierno. Die Tour führt durch eine eindrucksvolle Schlucht bis zu einem kleinen Wasserfall und eignet sich hervorragend für einen halben Tag. Auch hier ist die Anzahl der Besucher begrenzt, weshalb eine vorherige Reservierung erforderlich ist.
Wandern rund um Puerto de la Cruz – grüne Täler und abwechslungsreiche Natur
Puerto de la Cruz unterscheidet sich deutlich vom Süden. Die Landschaft ist grüner, die Temperaturen angenehmer und die Atmosphäre wesentlich ursprünglicher. Von hier erreicht ihr sowohl das Orotava-Tal als auch zahlreiche Küstenwanderungen innerhalb weniger Minuten.
Orotava-Tal und die Höhenwege
Rund um La Orotava verlaufen zahlreiche Wanderwege durch Pinienwälder, kleine Bergdörfer und Aussichtspunkte mit Blick auf den Atlantik. Besonders schön fanden wir die Mischung aus traditioneller kanarischer Architektur und beeindruckender Natur.
Küstenwanderungen im Norden
Auch entlang der Nordküste gibt es zahlreiche Spazier- und Wanderwege. Schwarze Sandstrände, raue Klippen und tosende Wellen sorgen für eine ganz andere Stimmung als im touristischen Süden.

Wandern rund um Bajamar und Taganana
Wenn wir nur eine Region zum Wandern auf Teneriffa empfehlen dürften, wäre es eindeutig der Nordosten. Das Anaga-Gebirge gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat und zählt für uns zu den schönsten Landschaften der Insel.

Taganana – das schönste Wanderdorf Teneriffas
Das kleine Bergdorf Taganana liegt eingebettet zwischen grünen Berghängen und uralten Lorbeerwäldern. Bereits die Anfahrt über die kurvenreiche TF-134 gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Insel. Von hier starten einige der schönsten Wanderungen Teneriffas.
Taganana – Playa de Tamadite
Eine wunderschöne Wanderung führt durch ein grünes Tal bis zum abgelegenen Strand Playa de Tamadite. Der Weg ist technisch einfach, bietet aber durchgehend spektakuläre Ausblicke.
Cruz del Carmen – Chinamada
Diese Tour zählt zu den abwechslungsreichsten Wanderungen Teneriffas. Dichte Lorbeerwälder, Aussichtspunkte und traditionelle Höhlenhäuser wechseln sich ständig ab. Besonders am Morgen sorgen Nebelschwaden zwischen den Bäumen für eine fast mystische Atmosphäre.

Afur-Rundweg
Für geübte Wanderer ist der Rundweg über Afur ein echtes Highlight. Die Strecke verbindet Schluchten, Küstenpfade und Berglandschaften und zeigt eindrucksvoll die landschaftliche Vielfalt des Anaga-Gebirges.
Unser Fazit zum Wandern auf Teneriffa
Teneriffa zählt für uns zu den abwechslungsreichsten Wanderzielen Europas. Während der Süden mit Vulkanlandschaften, der Masca-Schlucht und dem Teide begeistert, punktet der Norden mit den uralten Lorbeerwäldern des Anaga-Gebirges und ursprünglichen Bergdörfern wie Taganana.
Wer eine Teneriffa-Rundreise in zwei Wochen plant, sollte deshalb mehrere Orte kombinieren. Unsere Teneriffa-Planung mit Start in Adeje, Puerto de la Cruz oder anschließend in Bajamar hat sich als sehr abwechslungsreich erwiesen.
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