Paris gehört zu den Städten, die man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte. Klar, das klingt erst einmal nach einer typischen Reiseführer-Floskel – aber in diesem Fall stimmt sie tatsächlich. Zwischen weltberühmten Sehenswürdigkeiten, kleinen Cafés, und beeindruckender Architektur gibt es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken.
Gerade beim ersten Besuch stellt sich aber schnell die Frage: Wie schaffen wir möglichst viele Highlights, ohne den halben Urlaub in der Metro oder in Warteschlangen zu verbringen? Genau dafür habe ich diese Route zusammengestellt. Sie führte uns in drei Tagen Anfang Juli 2026 zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Paris und ist so geplant, dass man möglichst wenig Zeit mit Hin- und Herfahren verschwendet.
Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten verrate ich euch auch praktische Tipps, interessante Fakten, aktuelle Eintrittspreise und kleine Hinweise, die wir vor unserer ersten Reise selbst gerne gewusst hätten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Eiffelturm nur zu jeder vollen Stunde glitzert oder dass sich für Notre-Dame eine kostenlose Reservierung lohnt? Genau solche Tipps machen den Unterschied.
Paris in 3 Tagen – Überblick
Tag 1
- Eiffelturm
- Trocadéro
- Seine-Ufer
- Arc de Triomphe
- Champs-Élysées
- Optional: Le Marais
Tag 2
- Louvre
- Jardin des Tuileries
- Place de la Concorde
- Seine-Bootsfahrt
Tag 3
- Notre-Dame
- Sainte-Chapelle
- Île Saint-Louis
- Quartier Latin
- Panthéon
- Montmartre
- Sacré-Cœur
Tag 1: Eiffelturm, Trocadéro und die Champs-Élysées
Am ersten Tag starten wir direkt mit den Highlights, die bei einem ersten Besuch in Paris einfach dazugehören.

Eiffelturm
Der Eiffelturm ist das Wahrzeichen von Paris und mit 330 Metern Höhe eines der bekanntesten Bauwerke der Welt. Er wurde 1889 zur Weltausstellung errichtet und sollte ursprünglich nach nur 20 Jahren wieder abgebaut werden. Viele Pariser konnten mit dem Bauwerk anfangs wenig anfangen. Heute gehört er jedoch untrennbar zur Stadt und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas.
Eintritt
- Treppe bis zur 2. Etage: ca. 15 €
- Aufzug bis zur Spitze: ca. 36 €
Gerade in den Sommermonaten sollte man Tickets mehrere Wochen im Voraus buchen.
Sobald es dunkel wird, beginnt der Eiffelturm zu jeder vollen Stunde für fünf Minuten zu funkeln. Dieses Lichtspektakel gehört zu den schönsten Erlebnissen während eines Paris-Besuchs.
Die schönsten Aussichtspunkte
- Trocadéro
- Pont de Bir-Hakeim
- Seine-Ufer
- Avenue de la Bourdonnais
Unser Tipp: Besuche den Trocadéro möglichst früh am Morgen. Dann habt ihr die Aussicht fast für euch allein.

Trocadéro
Von den Terrassen des Trocadéro genießt man den wohl berühmtesten Blick auf den Eiffelturm. Besonders morgens oder zum Sonnenuntergang entstehen hier die schönsten Fotos. Vom Trocadéro lohnt sich ein Spaziergang entlang der Seine.

Arc de Triomphe & Champs-Élysées
Ein weiteres Highlight: Der Triumphbogen – Napoleon ließ den nach seinem Sieg bei Austerlitz errichten. Unter ihm befindet sich heute das Grab des unbekannten Soldaten. Eintritt: ca. 16 € und für EU-Bürger unter 26 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein beeindruckender Blick über die zwölf sternförmig verlaufenden Boulevards. Die berühmteste Einkaufsstraße Frankreichs verbindet den Arc de Triomphe mit dem Place de la Concorde. Neben zahlreichen Geschäften findest du hier auch viele Cafés und Restaurants.
Galeries Lafayette – Shopping mit Aussicht
Falls ihr Lust auf eine kleine Shoppingpause habt, lohnt sich ein Abstecher zu den Galeries Lafayette. Das berühmte Kaufhaus begeistert nicht nur mit internationalen Luxusmarken und französischen Labels, sondern auch mit seiner beeindruckenden Jugendstil-Kuppel. Unser Highlight ist jedoch die kostenlose Dachterrasse. Von dort habt ihr einen tollen Blick über die Dächer von Paris – inklusive Eiffelturm.

Optional: Den Tag in Le Marais starten
Wenn ihr früh in den Tag startet und noch etwas mehr von Paris sehen möchtet, könnt ihr den ersten Tag optional in Le Marais beginnen. Das historische Viertel eignet sich perfekt für ein gemütliches Frühstück, einen Kaffee oder einen ersten Spaziergang durch die kleinen Gassen.
Le Marais war früher das Viertel des französischen Adels. Heute treffen wir hier zwar weniger Herzöge, dafür umso mehr Boutiquen, Vintage-Läden, Cafés und ziemlich schöne Altbauten – perfekt für alle, die beim Sightseeing auch ein bisschen shoppen möchten.

Zwischen Boutiquen, Bäckereien, Cafés und alten Häusern bekommen wir direkt ein schönes Gefühl für die Stadt, bevor es mit der Metro weiter zum Trocadéro und zum Eiffelturm in der Abendstimmung geht. Je nach Verbindung sollte man dafür etwa 30 Minuten einplanen.

Tag 2: Louvre, Tuilerien und Paris vom Wasser erleben
Am zweiten Tag kann dreht es sich alles um Kunst, Geschichte und das elegante Herz von Paris. Das Beste daran: Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen bequem zu Fuß voneinander entfernt.

Louvre – Das berühmteste Museum der Welt
Wenn ich ehrlich bin, könnte ich einen ganzen Tag im Louvre verbringen. Mit über 35.000 ausgestellten Kunstwerken ist er eines der größten Museen der Welt. Ich war inzwischen dreimal dort und habe wahrscheinlich noch nicht einmal 10 Prozent gesehen. Als Kunsthistorikerin zieht es mich trotzdem immer wieder hinein – der Louvre und ich sind offenbar noch lange nicht fertig miteinander.
Schon die gläserne Pyramide im Innenhof ist ein echtes Wahrzeichen und wahrscheinlich einer der meistfotografierten Orte in Paris. Spätestens hier beginnt die Vorfreude auf das, was sich unter ihr verbirgt. Film- und Serienfans dürften den Louvre außerdem aus „The Da Vinci Code – Sakrileg“ und der Netflix-Serie „Lupin“ kennen. Besonders die nächtlichen Szenen rund um die Pyramide sorgen schnell dafür, dass wir uns kurz selbst wie in einem Krimi fühlen – nur hoffentlich ohne Kunstraub. Auch dieser Ort lohnt sich sowohl morgens als auch abends, denn die Stimmung könnte zu den verschiedenen Tageszeiten kaum unterschiedlicher sein.
Eintritt
- Erwachsene: ca. 22 €, nicht EU 32 €
- Kostenlos für: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, EU-Bürger unter 26 Jahren und am ersten Freitagabend des Monats (außer Juli und August)
Jardin des Tuileries – Die wohl schönste Pause des Tages
Direkt vor dem Louvre beginnt der Jardin des Tuileries. Der Park verbindet den Louvre mit dem Place de la Concorde und ist der perfekte Ort, um kurz durchzuatmen. Unser Tipp: Holt euch in einer nahegelegenen Bäckerei einen Kaffee und etwas Süßes und macht hier eine kleine Pause. Nach mehreren Stunden zwischen Mona Lisa, Marmorstatuen und Menschenmassen ist ein Croissant schließlich keine Belohnung mehr, sondern medizinisch notwendig.

Am Abend: Bootsfahrt auf der Seine
Nach einem langen Tag zu Fuß gibt es kaum einen schöneren Abschluss als eine Bootsfahrt auf der Seine. Während wir gemütlich über den Fluss fahren, ziehen viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten noch einmal an uns vorbei – darunter der Eiffelturm, Notre-Dame, der Louvre und zahlreiche historische Brücken. Besonders magisch wird die Fahrt kurz nach Sonnenuntergang. Dann beginnt Paris langsam zu leuchten und mit etwas Glück erleben wir den Eiffelturm sogar während seiner berühmten fünfminütigen Lichtshow. Die Fahr dauert eine Stunde und kosten rund 18 €.
Tag 3: Notre-Dame, Île Saint-Louis und Montmartre – Das Paris, wie wir es uns vorgestellt haben
Am letzten Tag unserer Route wird es weiterhin richtig typisch Paris. Tipp: Startet möglichst früh an der Notre-Dame. So sind die Warteschlangen meist noch überschaubar und ihr habt anschließend genügend Zeit, die charmanten Viertel rundherum in Ruhe zu entdecken.

Notre-Dame
Auch wenn Paris unzählige beeindruckende Bauwerke besitzt, gehört die Notre-Dame ganz klar zu den absoluten Highlights der Stadt. Die berühmte Kathedrale wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und zählt zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Europas. Spätestens seit dem verheerenden Brand im Jahr 2019 kennt sie wahrscheinlich jeder. Nach mehreren Jahren aufwendiger Restaurierung können Besucher die Kathedrale inzwischen wieder besichtigen – und wir können euch nur empfehlen, diese Gelegenheit zu nutzen. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos.
Auch wenn der Eintritt nichts kostet, solltet ihr euch vorab kostenlos ein Zeitfenster reservieren. Das dauert nur wenige Minuten und erspart euch im besten Fall eine deutlich längere Wartezeit. Plant für euren Besuch etwa 45 bis 60 Minuten ein.
Sainte-Chapelle
Nur wenige Gehminuten von Notre-Dame entfernt wartet bereits das nächste Highlight. Von außen wirkt die Sainte-Chapelle fast unscheinbar. Sobald wir jedoch die obere Kapelle betreten, verstehen wir sofort, warum sie zu den schönsten Kirchen Europas zählt. Fast die komplette Wand besteht aus riesigen Buntglasfenstern, die biblische Geschichten erzählen. Fällt die Sonne durch die Fenster, wirkt der gesamte Raum wie in buntes Licht getaucht. Besucht die Sainte-Chapelle möglichst vormittags oder an einem sonnigen Tag. Dann kommen die Farben besonders gut zur Geltung. Eintritt: 13 €.
Île Saint-Louis – Unser Lieblingsort für die Mittagspause
Direkt hinter Notre-Dame führt eine kleine Brücke auf die Île Saint-Louis. Obwohl sie mitten im Zentrum liegt, geht es hier deutlich ruhiger zu als auf der benachbarten Île de la Cité. Genau das macht ihren Charme aus.

Statt großer Sehenswürdigkeiten erwarten uns schmale Straßen, wunderschöne Altbauten, kleine Boutiquen und jede Menge gemütliche Restaurants. Wer mittags typisch französisch essen möchte, findet hier zahlreiche Bistros und Brasserien.
Quartier Latin
Nur wenige Minuten entfernt beginnt das Quartier Latin. Das Viertel gehört zu den ältesten Teilen von Paris und wird bis heute von Studenten geprägt. Kleine Buchhandlungen, Cafés, Bäckereien und enge Gassen verleihen dem Stadtteil seinen besonderen Charme.

Hier lohnt es sich, Google Maps einfach einmal in der Tasche zu lassen und ohne festes Ziel loszulaufen. Oft entdecken wir gerade dabei die schönsten Ecken. Wer zwischendurch eine Pause braucht, findet hier unzählige kleine Cafés – perfekt für einen Café au Lait oder ein frisches Croissant.
Panthéon
Am Ende des Quartier Latin erreichen wir das Panthéon. Von außen erinnert das Gebäude eher an einen antiken Tempel als an eine Grabstätte. Im Inneren ruhen jedoch einige der berühmtesten Persönlichkeiten Frankreichs, darunter Victor Hugo, Voltaire und Marie Curie. Auch wenn das Panthéon oft etwas im Schatten der bekannteren Sehenswürdigkeiten steht, lohnt sich ein Besuch vor allem wegen der beeindruckenden Kuppel. Eintritt: Etwa 13 € und für EU-Bürger unter 26 Jahren ist der Eintritt kostenlos.
Montmartre
Am Nachmittag geht es mit der Metro nach Montmartre. Schon nach wenigen Minuten merkt man, dass hier eine ganz andere Stimmung herrscht als im Zentrum. Kleine Gassen, Straßenkünstler, Treppen und gemütliche Plätze verleihen dem ehemaligen Künstlerviertel seinen ganz eigenen Charakter.
Früher lebten und arbeiteten hier Künstler wie Pablo Picasso oder Vincent van Gogh. Heute gehört Montmartre zu den beliebtesten Vierteln von Paris – und das völlig zurecht. Verlasst ruhig einmal die Hauptstraße rund um den Place du Tertre. Bereits wenige Meter weiter wird es deutlich ruhiger und mindestens genauso schön.

Sacré-Cœur
Ganz oben auf dem Hügel von Montmartre thront die weiße Basilika Sacré-Cœur. Der Aufstieg über die Treppen ist zwar kurz etwas anstrengend, doch spätestens oben wissen wir, warum sich jeder einzelne Schritt gelohnt hat. Von hier genießen wir einen der schönsten Ausblicke über ganz Paris. Besonders kurz vor Sonnenuntergang herrscht eine einzigartige Atmosphäre. Viele Menschen setzen sich einfach auf die Stufen vor der Kirche, hören Straßenmusik und beobachten, wie die Sonne langsam hinter den Dächern der Stadt verschwindet. Die Basilika kann kostenlos besichtigt werden. Wer zusätzlich auf die Kuppel steigen möchte, zahlt etwa 8 €. Dafür wird man mit einem noch spektakuläreren Blick über die Stadt belohnt.
FAQ – Die wichtigsten Tipps für 3 Tage in Paris
Ja! Drei volle Tage reichen aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, den Louvre, Notre-Dame, Montmartre und die Champs-Élysées entspannt zu entdecken. Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen, aber für einen ersten Besuch ist diese Route ideal.
Sobald es dunkel wird, beginnt der Eiffelturm zu jeder vollen Stunde für fünf Minuten zu glitzern. Das letzte Funkeln findet kurz vor dem Ausschalten der Beleuchtung statt. Mein Tipp: Besonders schön sieht das Lichtspektakel vom Trocadéro, der Pont de Bir-Hakeim oder bei einer Bootsfahrt auf der Seine aus.
Wenn ihr den Louvre, den Arc de Triomphe, Sainte-Chapelle, das Panthéon und weitere Sehenswürdigkeiten besuchen möchtet, lohnt sich der Paris Museum Pass oft schon ab drei bis vier kostenpflichtigen Attraktionen.
Ganz klar: mit der Metro.
Das Netz ist hervorragend ausgebaut, die Züge fahren tagsüber meist alle zwei bis vier Minuten und fast jede Sehenswürdigkeit liegt in der Nähe einer Station. Ein Auto würden wir für einen Städtetrip nicht empfehlen.
Die offizielle App „Bonjour“ zeigt euch die schnellsten Verbindungen, aktuelle Abfahrtszeiten und ermöglicht den Ticketkauf. Alternativ funktionieren auch Google Maps und Citymapper in Paris hervorragend. In Juli 2026 haben wir folgende Preise bezahlt:
- Einzelfahrt (Metro, RER, Zug innerhalb der Region): 2,55 €
- Navigo Jour (Tageskarte, unbegrenzt gültig für Zone 1–5, ohne Flughafentransfers): 12,30 €
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